Schwangerschaft
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Die Schwangerschaft bedeutet einen neuen Lebensabschnitt für die Frau, aber auch für den Partner. Es beginnt eine Zeit voller Fragen, Hoffnungen und Ängste. Anzeichen für eine bevorstehende Schwangerschaft können das Ausbleiben der Monatblutung, morgendliches Erbrechen oder Übelkeit sein. Die einzige Sicherheit aber bietet ein Schwangerschaftstest beim Frauenarzt.

Schwangerschaftstest

Der Nachweis einer Schwangerschaft kann mit den verschiedensten Methoden erfolgen. Die Apotheken bieten einen Schangerschaftstest (Urintest) an. Bei diesem Test wird der Urin auf das Schwangerschaftshormon (HCG, Human Chorionic-Gonadotropin) getestet. Dieses Hormon lässt sich aber erst ein paar Tage nach dem Beginn der Schwangerschaft nachweisen.

Bei Verdacht auf eine Schwangerschaft sucht man am besten den Frauenarzt auf. Dort kann das Blut auf das Schwangeschaftshormon hin untersucht werden. Der Test ist erst ab dem 10. Tag nach der Befruchtung möglich, aber dafür sehr genau. Eine gynäkologische Untersuchung kann weitere Aufschlüsse über eine Schwangerschaft geben.

Sollte dieser Test positiv verlaufen, wird vom Tag der letzten Mentruation der voraussichtliche Geburtstermin errechnet. Im Schnitt dauert die Schwangerschaft 240 Tage, 40 Wochen, 9 Monate oder 10 Mond-Monate. Anhand späterer Ultraschall-Untersuchungen kann dieser Geburtstermin noch korrigiert werden. Das Baby kommt in den seltensten Fällen wirklich an diesem Tag zur Welt, es handelt sich rein um eine statistische Mittlung des frühesten und spätesten Termin einer Normalgeburt.

Schwangerschaftsverlauf und -komplikationen

Ist die Eizelle erst befruchtet, macht sie sich auf den Weg in die Gebärmutter. In den meisten Fällen gelingt dies auch ohne Probleme. In seltenen Fällen kann sie im Eileiter stecken bleiben(Eileiterschwangerschaft). Gelangt die Eizelle in die Gebärmutter und nistet sich dort erfolgreich ein, beginnt die Ausbildung der Zellen zu einem Menschen. Eisprünge und Menstruation setzen aus, der Entwicklung des Babys steht nichts mehr im Wege.

1. Trimenon

In den ersten 3 Monaten entwickelt sich das Embryo besonders rasch. Hormonelle Veränderungen machen sich bei der Mutter in Form von Übelkeit und Brechreiz bemerkbar. Zuerst entwickelt sich das Rückgrat, dann die lebenswichtigen Organe. Ab der 5. Woche kann schon der Herzschlag festgestellt werden. Am Ende des 1. Trimenons sind alle Organe sowie die Gesichtszüge ausgebildet. Die Blutmenge im Körper hat sich erhöht.

2. Trimenon

Mit der 13. Schwangerschaftswoche beginnt das 2. Trimenon, in welchem vor allem das Größenwachstum des Embryos stattfindet. Der Bauch der werdenden Mutter vergrößtert sich deutlich. Nach und nach entwickelt sich der Saugreflex und Handgreifreflex. Nach der 13.Schwangerschaftswoche (SSW) ist auch dasHerz des Babys voll ausgebildet. Spätestens in der 17. SSW kann man das Geschlecht im Ultraschall erkennen. Ab der 18. SSW sind Bewegungen des Fötus spürbar. Bis zur 22. SSW funktioniert das Gehör und das Baby nimmt das Herzklopfen sowie Geräusche von Außen war. Eine Kommunikation wird dadurch möglich, weil das Kind auf Musik oder Stimmen reagieren kann.

3. Trimenon

Ab der 24 Schwangerschaftswoche (SSW) beginnt das dritte und letzte Schangerschafts-Trimenon. Die Organe sind weitgehend ausgebildet, das Baby nimmt jetzt an Gewicht noch etwas zu. Sollte es zu einer Frühgeburt kommen, hat das Baby schon gute Überlebenschancen. Aber der 26- SSW öffnet das Baby seine Augen und kann sehen. Von den Organen entickelt sich in dieser Phase der Schwangerschaft vor allem das Gehirn und die Lungen. Ab der 32. SSW wird es schon recht eng in der Gebärmutter. Das Baby hat die Beine angezogen und liegt meistens schon mit dem Kopf nach unten. Für die Mutter kann es jetzt beschwerlich sein. Durch gezielte Übungen sollten Rückenprobleme vermieden werden. Es kann auch zu Wassereinlagerungen (Ödeme) an Armen und Beinen kommen. Die werdende Mutter sollte vor allem viel trinken. Ab der 34. Schwangerschaftswoche sollte man sich schon langsam auf die Geburt vorbereiten. Ab der 38. SSW ist das Kind bereit für die Geburt. Ab diesen Zeitpunkt spricht man nicht mehr von einer Frühgeburt. Der Kopf des Babys senkt sich nun immer tiefer Richtung Becken. Kommt es zum Blasensprung, findet normalerweise die Geburt innerhalb von 24 Stunden statt.